Amnesty International Südkaukasus-Koordinationsgruppe (2356)

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Jabbar Savalan

Dezember 2011

Jabbar Savalan freigelassen

Amnesty International begrüßt die Amnestierung von Jabbar Savalan am 26. Dezember 2011. Seine Freilassung hatten u.a. mehr als eine Million Menschen in über 80 Ländern bei einem alljährlich zum Tag der Menschenrechte im Dezember von Amnesty International organisierten Briefmarathon gefordert.

"Es ist ein gutes Gefühl, wieder mit meinen Freunden zusammen zu sein. Es geht mir gut, jetzt, da ich meine Zeit mit ihnen und meiner Familie verbringen kann", sagte Jabbar Savalan Amnesty International in der Nacht nach seiner Freilassung. "Amnesty International ist ein Symbol für Menschenrechte und Freiheit, nicht nur in Aserbaidschan, sondern überall in der Welt."

Jabbar Savalan sagte weiter, dass seine Inhaftierung ihn nur darin bestärkt habe, für die Grundrechte zu kämpfen, die ihm von den aserbaidschanischen Behörden verweigert wurden. "Wir lassen uns nicht durch Haft oder Strafe abschrecken. Wir haben ein Recht auf Meinungsfreiheit, so wie alle Menschen. Wir werden unseren Kampf fortsetzen."

Jabbar Savalan war am 5. Februar 2011 verhaftet und des Drogenbesitzes beschuldigt worden, nachdem er im Internet zu Protesten gegen die Regierung aufgerufen hatte. Er wurde verurteilt, obwohl in einer gleich nach der Verhaftung entnommenen Blutprobe keine Spuren von Drogenkonsum nachgewiesen werden konnten. In den ersten Tagen nach der Verhaftung wurde ihm der Zugang zu einem Rechtsanwalt verweigert. In dieser Zeit wurde er unter Gewaltanwendung zu einem Geständnis gezwungen, das später Grundlage für seine Verurteilung war.

Für Amnesty International ist die Freilassung Jabbar Savalans ein Grund zur Freude. Es gilt aber, das Urteil aufzuheben, damit er nicht durch eine Vorstrafe belastet ist.

Die Freilassung Jabbar Savalans ist nur ein erster Schritt. Sie darf nicht vergessen lassen, dass andere Menschen noch in Haft sind. Viele wurden im März und April 2011 bei Protesten, die vom Arabischen Frühling inspiriert waren, festgenommen. Sechszehn von ihnen, die zu mehrjährigen Haftstrafen wegen "Störung der öffentlichen Ordnung" oder, wie Jabbar Savalan, unter fabrizierten Anklagen verurteilt wurden, betrachtet Amnesty International als gewaltlose politische Gefangene. Ihre Freilassung können Sie mit einer Online-Petition fordern:

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